Orientierungslauf vor 1 Stunde

Mario Ammann läuft mit einer Meisterleistung zum Titel

Mario Ammann bestätigt seine internationalen Leistungen vom Sommer mit dem Sieg an der Schweizer Meisterschaft im Langdistanz-OL. In Rheinfelden hatte er seine Ambitionen schon am Vortag mit Rang zwei beim Mitteldistanz-OL angedeutet.

Von ma
aktualisiert vor 1 Stunde

«Mindestens ein Podestplatz beim Langdistanz-OL»: Das war Mario Ammanns klare Ansage vor dem nationalen OL-Wochenende in Rheinfelden. Dieses bestand aus einem nationalen Mitteldistanz-OL am Samstag und der Schweizer Meisterschaft über die Langdistanz am Sonntag. Ammann wusste, dass er läuferisch mit den Besten seiner Altersklasse Herren 70 mithalten kann. Aber auch der technische Teil mit Karte und Kompass musste stimmen, um sich im Spitzenfeld zu platzieren.

Ein perfekter Einstieg in den OL-Herbst

Das Wochenende bildete den Anfang der zweiten Saisonhälfte mit wichtigen Wettkämpfen im September und anfangs Oktober. Der letzte Vergleich in der Schweiz hatte Ende April im Tessin stattgefunden. «In den Monaten Mai und Juni steht aus verschiedenen Gründen der Sprint-OL in Städten und Dörfern im Mittelpunkt», erklärt Mario Ammann. Er habe nach seinen Leistungen an der Senioren-WM in Polen annehmen dürfen, dass auch in der Schweiz gute Resultate möglich seien.

Mit Rang zwei am Samstag setzte er ein Zeichen. «Mit den ersten drei Posten bin ich nicht zufrieden, und später habe ich mich für eine schlechte Route entschieden.» Der Rest und vor allem das Tempo seien sehr gut gewesen und der Rückstand auf den Sieger erklärbar, analysiert Ammann. Hinter dem deutlich schnellsten Duo klaffte eine Lücke von über vier Minuten.

Es ist der zweite Titel über die Langdistanz

Die beiden Laufgebiete am Südrand von Rheinfelden waren vom Typ her identisch – nicht aber der Wettkampfcharakter. «Im Vergleich zur Mitteldistanz hat es beim Langdistanz-OL trotz längerer Strecke weniger Posten, dafür längere Teilabschnitte mit mehreren möglichen Routen», sagt Mario Ammann. Sein Motto sei, so viel wie möglich auf den Waldstrassen und Wegen zu laufen und auch einen Mehrweg in Kauf zu nehmen, dafür aber die Routen durch den Wald wegen Fallholz, Dornen oder eingeschränkter Sicht zu meiden.

Diese Strategie zahlte sich aus. Ammann büsste zwar bei Posten zwei fast eine Minute ein, übernahm jedoch bei Posten sechs und der Hälfte der Strecke hauchdünn die Führung. Das spätere Siegertrio trennten dort nur acht Sekunden. Der Heerbrüggler hielt als Einziger Tempo und Konzentration bis am Schluss hoch und lief einen Vorsprung von fast drei Minuten heraus. Er freue sich sehr über diesen Erfolg. Es ist nach 2020 das zweite Mal, dass er an der SM in der Königsdisziplin gewann.

Die Bewährungsprobe folgt am Samstag mit der SM im Mitteldistanz-OL im Neuenburger Jura. «In diesem Gelände werden die Karten definitiv neu verteilt», sagt Ammann. Am Sonntag folgt an gleicher Stelle auch die Schweizer Meisterschaft im Staffel-OL. Dort will Monika Ammann mit ihrem bewährten Trio an frühere Erfolge anknüpfen. Sie ist seit der Rückkehr aus Polen physisch etwas angeschlagen und konnte in Rheinfelden nicht die gewünschten Leistungen bringen. Sie hofft nun auf eine schrittweise Besserung.