Am Mittwochabend empfing der FC Rebstein auf der Birkenau den KF Labinoti – und wusste: Ein Sieg reicht, um den Aufstieg in die 2. Liga zu fixieren. Entsprechend gross war die Vorfreude auf die Partie gegen einen Gegner, der zuletzt siebenmal in Folge nicht gewonnen hat. Doch Labinoti gehörte lange zum Spitzenfeld der Liga und Rebstein war gut beraten, das Spiel nicht auf die leichte Schulter zu nehmen. So wählte Trainer Ralph Heeb auch die gleiche Startformation wie im erfolgreichen Cupfinal vom Samstag. Es gab nur eine Änderung: Joshua Boehrer ersetzte im zentralen Mittelfeld den gelb-gesperrten Luka Dursun.
Der FC Rebstein startete konzentriert in die Partie, obwohl der Gegner zunächst gar nicht den Eindruck einer Mannschaft mitten in einer Negativspirale machte. Die Thurgauer kämpften, gaben sich laute Anweisungen und feierten sich für die ersten gewonnenen Zweikämpfe. Doch bald nahm Rebstein mehr Spielraum ein und tauchte vor dem gegnerischen Tor auf. In der achten Minute schoss Philip Baumgartner daneben, keine Minute später machte es Alessandro Gottscher besser und traf zum 1:0 für Rebstein.
In der Folge verpassten es die Gastgeber, druckvoll das zweite Tor zu suchen, es geschah nicht mehr viel. Einmal prüfte Sascha Haltiner nach einem Eckball von Manoah Egbon Labinoti-Goalie Vildan Uka, das war’s dann aber auch. Doch Geduld erwies sich in diesem Fall als Tugend. In der 38. Minute traf Gottscher erst die Latte, dann erhöhte Baumgartner auf 2:0. Dabei blieb es bis zur Pause – auch, weil den Gästen in der Offensive nicht viele Akzente gelangen und sie sich selbst mit einer gelb-roten Karte dezimierten.
Davon, dass Labinoti ein Mann weniger war, war nach der Pause aber lange nichts zu sehen. Es war ein eher nervöses Spiel, von dem die Gäste auch etwas hatten. Dann kippte es aber wieder zugunsten des FCR, der eine Doppelchance vergab. Kurz später verpassten die Gäste das Tor mit einem abgefälschten Schuss nur knapp. Danach entschied das Heimteam das Spiel für sich. Zuerst traf Manoah Egbon zum 3:0 (70.), dann erhöhte Sascha Haltiner auf 4:0 (79.). Spätestens jetzt war den 402 Zuschauerinnen und Zuschauern klar, dass der FCR das Spiel gewinnen und den Aufstieg fixieren würde.
Und so kam es dann auch – und dann feierte der FC Rebstein wenige Tage nach dem Cupsieg schon wieder ein rauschendes Fest. Der Aufstieg ist die logische Folge einer herausragenden Saison, in der Rebstein nur zwei Spiele verloren hat.
3. Liga, Gruppe 2
Rebstein – Labinoti 4:0 (2:0)
Tore: 9. Gottscher, 38. Baumgartner, 70. Egbon, 79. Haltiner
Rebstein: Fend; Stiendl, Haltiner, Aliev, Kamalanathan; Köppel, Gottscher, Boehrer; Egbon, Aslani; Baumgartner: Eingewechselt: Shahini, Dietrich, Sopi, Ergens, Garcia.
Rebstein besiegt Labinoti deutlich und steigt in die 2. Liga auf