Die Partie startete ausgeglichen und mit Ballbesitzphasen auf beiden Seiten. Doch mit dem ersten Schuss auf das Tor gingen die Rheintaler in der achten Minute in Führung – standesgemäss traf der letztjährige Liga-Topskorer Lasse Paus. Nennenswert ist auch Assistgeber Kirill Meister: Der Nachwuchsspieler mit Jahrgang 2010 durfte in seinem ersten Pflichtspiel für das Fanionteam den ersten Skorerpunkt bejubeln. Danach ging es ausgeglichen weiter, ehe die Gators vor der ersten Pause ein Feuerwerk zündeten.
In der 18. Minute erhöhte Lui Langer auf Zuspiel von Paus auf 2:0. Etwas mehr als eine Minute später doppelte Mirco Hunziker nach. Und als ob dies noch nicht genug wäre, traf Christoph Fässler nur 15 Sekunden später auf Assist von Nicolas Wyss ins hohe Eck. Dank dieses Dreierpacks innert weniger als zwei Minuten gingen die Gators mit einer komfortablen und verdienten 4:0-Führung in die erste Pause. Torhüter Marco Hutter musste bis dahin nur einen Schuss auf seinen Kasten parieren.
Im Mitteldrittel wollte der B-Ligist reagieren und tat dies mit einem Schuss nur wenige Sekunden nach Wiederanpfiff. Auch danach drückte «Pfanni», doch die Gators hielten dem Druck stand und verteidigten solidarisch. So kam es, dass Wyss in der 29. Minute mit einem präzisen Schuss unter die Latte das 5:0 erzielte, Assistgeber war Paus. Zehn Sekunden später jubelten die Gators bereits wieder. Mit einem Zuckerpass bediente Joel Conzett seinen Kollegen Langer im Slot, der eiskalt versenkte. Auch für Conzett, der vom Ligakonkurrenten Herisau ins Rheintal wechselte, war es der erste Skorerpunkt.
Kurz darauf fehlten Paus Zentimeter zum nächsten Tor, er traf den Innenpfosten. In der 34. Minute musste ein Zürcher wegen überharten Körpereinsatzes auf die Strafbank, das Überzahlspiel der Gators blieb aber torlos und vier Sekunden vor dessen Ablauf musste ein Rheintaler in die Kühlbox. Pfannenstiel blieb eiskalt und erzielte im Powerplay seinen ersten Treffer. Dieser brachte die Rheintaler etwas aus dem Rhythmus, sie waren dann froh, dass bei 6:1 die zweite Pausensirene ertönte.
Auch zu Beginn des Schlussdrittels machte Egg Druck, doch während dieser Phase baute Wyss mit seinem zweiten Tor die Führung auf 7:1 aus. Den Pass steuerte erneut Youngster Meister bei. Dann verkürzten die Zürcher nach einer schönen Passkombination, nahmen sich jedoch mit einer Strafe gleich selbst den Wind aus den Segeln. Das Rheintaler Powerplay blieb erneut harmlos, danach brach der Spielfluss etwas. Die Gäste rannten weiter an, jedoch ohne die letzte Konsequenz. So kam es, dass Conzett nach seinem ersten Skorerpunkt mit einem Empty-Netter auch noch sein erstes Tor für die Rheintaler bejubeln durfte.
Dank dem 8:2 gegen das NLB-Team aus Egg ziehen die Gators in den 1/32-Final ein, der im August stattfinden wird. Der Gegner ist noch nicht bekannt. Zum besten Rheintaler wurde Lasse Paus gewählt. Neben der geschlossenen Teamleistung sind die herausragenden Leistungen der Debütanten aus dem Nachwuchs – Kirill Meister, Lino Rieser und Luan Köppel – zu erwähnen. Zudem spielten auch die Zuzüge Joel Conzett und Patrik Tobler stark. Abgerundet wurde dieser Unihockey-Abend von einem zahlreichen Publikum, was für die frühen Cuprunden im Sommer nicht selbstverständlich ist.
Schweizer Cup, 1/64-Final
Gators – Pfannenstiel Egg 8:2 (4:0, 2:1, 2:1)
Tore: 8. Paus (Meister) 1:0, 18. Langer (Paus) 2:0, 19. Hunziker 3:0, 20. Fässler (Wyss) 4:0, 29. Wyss (Paus) 5:0, 29. Langer (Conzett) 6:0, 37. Karlsson (Rennhard) 6:1, 47. Wyss (Meister) 7:1, 49. Karlsson (van Welie) 7:2, 59. Conzett 8:2.
Strafen: Gators 1x2, Pfannenstiel Egg 2x2 Minuten.
Gators: Hutter, Schmid; Conzett, Fässler, Tobler, Frei, Bischof, Siegrist, Heule, Baumgartner, Aerni, Paus, Wyss, Steiger, Hunziker, Langer, Lüchinger, Köppel, Rieser, Meister.
Rheintal Gators im Cup souverän eine Runde weiter