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SAK investiert im Rheintal in Netze und Wasserkraft

Die St. Gallisch-Appenzellischen Kraftwerke (SAK) haben 2025 ihr Kerngeschäft gestärkt und gezielt in die Infrastruktur investiert. Davon profitiert auch das Rheintal – insbesondere bei Versorgungssicherheit und Gewässerschutz.

Von pd
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Wie die SAK mitteilte, stand im Geschäftsjahr 2025 die zuverlässige Versorgung der Ostschweiz mit Energie und Daten im Zentrum. Gleichzeitig verbesserte das Unternehmen seine finanziellen Kennzahlen deutlich. Der Umsatz stieg auf 593,97 Millionen Franken, das operative Ergebnis (EBIT) mehr als verdoppelte sich auf 26,20 Millionen Franken.

Investitionen in die Versorgungssicherheit

Ein Schwerpunkt lag auf dem Ausbau der Netzinfrastruktur. Über 30 Millionen Franken investierte die SAK in die Modernisierung des Verteilnetzes. Damit soll die Versorgungssicherheit weiter erhöht werden – auch in Regionen wie dem Rheintal.

Die hohe Netzqualität zeigt sich laut Mitteilung in der geringen durchschnittlichen Unterbrechungsdauer: Mit elf Minuten pro Jahr liegt die SAK deutlich unter dem Schweizer Durchschnitt von rund 16 Minuten.

Ökologische Aufwertung im Rheintal

Konkrete Auswirkungen im Rheintal zeigt ein Projekt am Binnenkanal. Dort hat die SAK die drei Wasserkraftwerke in Lienz, Blatten und Montlingen ökologisch saniert.

Neue Fischtreppen, Abstiegshilfen und Rechenanlagen verbessern die Durchgängigkeit der Gewässer. Gemäss SAK ermöglichen die Massnahmen rund zwei Dutzend Fischarten eine sichere Wanderung. Erste Auswertungen bestätigen die Wirksamkeit.

Ausbau von Glasfaser und Energielösungen

Neben der Energieversorgung treibt die SAK auch den Ausbau digitaler Infrastruktur voran. Kooperationen im Glasfaserbereich sollen den Netzausbau beschleunigen und Doppelspurigkeiten vermeiden.

Zudem setzt das Unternehmen auf neue Energiedienstleistungen. Dazu gehören Energiegemeinschaften, bei denen Solarstrom lokal genutzt wird, sowie Lösungen zur Steuerung von Stromflüssen bei schwankender Produktion.

Strategische Ausrichtung geschärft

Im Hintergrund hat die SAK 2025 ihre Eigentümerstrategie überarbeitet. CEO Martin Simioni wird in der Mitteilung mit den Worten zitiert: «Die neue Eigentümerstrategie ist eine wichtige Grundlage für die Weiterentwicklung der SAK, wobei die Versorgung der Ostschweiz im Zentrum steht.»

Auch künftig will das Unternehmen in Netze, erneuerbare Energien und regionale Projekte investieren. Damit soll die Energieversorgung langfristig gesichert und die Energiewende in der Ostschweiz weiter vorangetrieben werden.