16 Mitglieder fanden sich zur Hauptversammlung im Clublokal ein. Unter der Leitung von Tagespräsident Urs Benninger ging es zügig durch die Traktanden. Die Jahresrechnung wurde genehmigt, der Beginn der Clubabende auf 19.30 Uhr verschoben und für die Rapidturniere eine neue Kadenz von 25 Minuten beschlossen.
Spannender als die trockenen Zahlen war für viele der Blick in die digitale Zukunft des Vereins. So hat der Schachclub Rheintal eine neue Webseite – samt webbasierten Werkzeugen für die Turnierverwaltung. Resultate, Ranglisten und Turnierverläufe können künftig direkt und übersichtlich dargestellt werden. Dass ein Schachclub nicht zwingend nur mit Brettern, Figuren und Papierlisten arbeiten muss, wurde an diesem Abend eindrücklich demonstriert.
Nach dem offiziellen Teil folgte das, worauf sich wohl einige schon während des geschäftlichen Teils gefreut hatten: Imbiss, Gespräche – und Blitzschach. Am traditionellen HV-Blitzturnier setzte sich Sandro Schmid durch. Gilbert Jost belegte den zweiten Rang, Robert Hauser wurde Dritter. Damit war der Abend endgültig vom Sitzungs- in den Turniermodus gewechselt.
Fünf Turniere, fünf Geschichten
Auch sportlich hatte das Vereinsjahr einiges zu bieten. In der Clubmeisterschaft mit klassischer Bedenkzeit holte Markus Wittwer den Titel vor Gilbert Jost und Stephanus Marte. Im Chess960, wo bereits die ungewöhnliche Ausgangsstellung zu ersten Denkpausen führt, gewann Benjamin Rohner vor Gilbert Jost und Kurt Kaufmann.
Das Rapidturnier ging an Gilbert Jost. Urs Benninger und Markus Zoller belegten die weiteren Podestplätze. Im Club-Cup setzte sich Urs Benninger im Double-Elimination-System im Final gegen Kurt Kaufmann durch. Damit hatte Benninger nicht genug: Auch das Blitzturnier entschied er für sich, diesmal vor Gilbert Jost und Benjamin Rohner. Wer beim Schachclub Rheintal also Abwechslung sucht, bekommt sie reichlich. Klassisches Schach, Rapid, Blitz, Chess960 und Cup bieten, dass sich niemand dauerhaft in seiner Komfortzone verstecken kann.
Nächster Halt: Aegeten Widnau
Lange ausruhen können sich die Rheintaler Schachfreunde nach der soeben abgelaufenen Saison nicht: Am Sonntag, 22. November, wartet mit der Rheintalischen Einzelmeisterschaft (REM) im Mehrzwecksaal der Widnauer Aegeten der nächste grosse Termin. Im Open-Turnier begegnen sich erfahrene Clubspieler und ambitionierte Turnierspieler. Gleichzeitig erhalten auch Hobbyspieler wieder ihre eigene Bühne.
Das Hobbyturnier hat sich in den letzten Jahren bewährt. Wer gern Schach spielt, aber bisher einen grossen Bogen um Turniere gemacht hat, kann hier ohne Berührungsängste einsteigen. Die Atmosphäre ist locker, der sportliche Ehrgeiz aber trotzdem da – und erfahrene Schachfreunde helfen weiter, wo Regeln oder Abläufe noch nicht vertraut sind. Damit wird die REM auch 2026 zu einem Turniertag für ganz unterschiedliche Spielstärken. Die einen wollen vorne mitreden, die anderen einmal Turnierluft schnuppern: Am 22. November wird in Widnau nicht lange gefragt, wer Profi und wer Hobbyspieler ist. Dann zählt vor allem eines: hinsetzen, Uhr drücken und spielen.
Schachclub Rheintal stellt die Uhren neu und nimmt Kurs auf die REM