Promotion • 31.10.2026

Schweizer Börse legt zu: Novartis überzeugt, Logitech enttäuscht

Der Swiss Market Index (SMI) hat seinen Aufwärtstrend in der letzten Oktoberwoche trotz teils gemischter Ergebnisse fortgesetzt. Zu den Top-Performern gehörten die Aktien des Industriekonzerns ABB und des Private-Equity-Spezialisten Partners Group.

Von pd
aktualisiert vor 57 Minuten

Getrieben wurde der Index aber auch vom Schwergewicht Novartis, das mit seinen Quartalsergebnissen die Erwartungen der Analysten übertroffen hat. Dank einer starken Gewinn- und Profitabilitätsentwicklung hat der Pharmariese seine Jahresprognose angehoben. 

Diskussion um verschärfte Eigenkapitalvorschriften

Wie wichtig die Erwartungen sind, zeigte sich bei der UBS. Die Grossbank hat zwar ihren Gewinn gesteigert, und die Integration der Credit Suisse nähert sich dem Abschluss. Weil all das aber erwartet worden war, rückte die Diskussion um verschärfte Eigenkapitalvorschriften wieder in den Vordergrund. Mit einem blauen Auge ist Sandoz davongekommen. Enttäuscht zeigten sich die Börsianer darüber, dass der Generikahersteller umsatzmässig nur das untere Ende der bisherigen Bandbreite anpeilt. Weil das Unternehmen aber das Margenziel erhöht hat, drehte die Stimmung wieder ins Positive.

Anthropic will noch im November an Börse

Unter die Räder kam hingegen Logitech. Die Aktien verloren am Tag der Berichterstattung fast 11%. Grund ist eine vorsichtige Prognose für das wichtige Weihnachtsgeschäft. Dieses dürfte wegen eines Produktionsausfalls bei einem Zulieferer schwächer ausfallen. Nicht auf Touren kommt der Baustoffhersteller Amrize. Höhere Kosten haben den Quartalsabschluss vermasselt. 

Das KI-Unternehmen Anthropic will noch im November an die Börse. Schätzungen gehen davon aus, dass das Unternehmen eine Bewertung von knapp 2000 Milliarden US-Dollar anstrebt. Bei einem Umsatz von 16 Milliarden Dollar ist das sportlich, zumal Gewinne aufgrund der anstehenden Investitionen in weiter Ferne sind. Der Börsengang ist aber hauptsächlich ein Stimmungstest dafür, wie locker das Geld bei den Anlegerinnen und Anlegern noch sitzt. 

Am 3. November finden in den USA die sogenannten Midterms statt. Dabei werden die Sitze für das gesamte Repräsentantenhaus und 35 von 100 Senatssitzen neu vergeben. Aktuell wird davon ausgegangen, dass die Mehrheit des Repräsentantenhauses von den Republikanern auf die Demokraten übergeht. Offener ist das Rennen im Senat. Auf jeden Fall ist davon auszugehen, dass US-Präsident Donald Trump Macht verliert, was zu Schwankungen an der Börse führen dürfte. 

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