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Schweizer Unternehmen aus der zweiten Reihe überraschen mit starken Halbjahreszahlen

Accelleron, Stadler Rail und SoftwareOne legen mit starken Zahlen zu. Auch Gurit und Swiss Marketplace Group senden positive Signale an der Börse.

Von André Weishaupt, RB Oberes Rheintal
aktualisiert vor 47 Minuten

In der abgelaufenen Woche standen an der Schweizer Börse vor allem kleinere Unternehmen im Fokus. So hat der Turboladerproduzent Accelleron mit einem starken Semesterausweis aufgetrumpft und die Aussichten für das Gesamtjahr angehoben. Auch der Zugbauer Stadler Rail konnte mit seinen Halbjahreszahlen überzeugen. Der Betriebsgewinn auf Stufe EBIT hat sich auf 79,5 Millionen Franken mehr als verdoppelt. Der Aktienkurs quittierte das mit einem Plus von rund 22 % und kletterte auf den höchsten Stand seit mehr als zweieinhalb Jahren. Auch die Aktien des IT-Dienstleisters SoftwareOne haben nach der Resultatpräsentation zweistellig zugelegt, getrieben von solidem Wachstum und einem Ausbau der Profitabilität. Mit einer Erhöhung der Jahresziele hat der Verbundwerkstoffspezialist Gurit die Anlegerinnen und Anleger überrascht. Einen Dämpfer musste hingegen das Medienunternehmen TX Group hinnehmen. Operativ resultierte gar ein Verlust. Aufgrund der bereits tiefen Erwartungen vermochte der Aktienkurs dennoch deutlich zuzulegen.

Dasselbe gilt für die Swiss Marketplace Group. Der Onlinemarktplatzbetreiber hat die Schätzungen der Analysten übertroffen, seine Jahresziele bestätigt und mittelfristig eine Margenexpansion in Aussicht gestellt. Während also viele Unternehmen aus der zweiten Reihe positiv aufgewartet haben, setzten die Aktien des Baustoffkonzerns Amrize ihren Abwärtstrend fort. Grund ist der überraschende Abgang des Finanzchefs, der seinen neuen Posten erst im April dieses Jahres angetreten hatte.  

Um einen Gerichtsprozess beizulegen und einen grösseren Schaden abzuwenden, hat die Facebook- und Instagram-Mutter Meta einer Vergleichszahlung von knapp 16,7 Milliarden US-Dollar zugestimmt. Zudem verpflichtete sich das Unternehmen, Nutzungseinschränkungen und Kontrollen für Kinder und Eltern zu implementieren. Meta war vorgeworfen worden, Kinder bewusst zu einer exzessiven Nutzung verleitet zu haben. Für Meta ist es ein guter Deal, standen zuvor doch Klagesummen von bis zu 1400 Milliarden Dollar im Raum. Ein vollumfänglicher Freispruch sieht indes anders aus.  

Das bevorzugte Inflationsmass der US-Notenbank Fed, der PCE-Index, kletterte im Juli gegenüber dem Vorjahr um 3,7 %. Unter Ausklammerung der stark schwankenden Preise für Nahrungsmittel und Energie liegt die Kernrate bei 3,3 %. Beide Werte liegen 0,2 Prozentpunkte über jenen des Vormonats und klar über der Notenbank-Obergrenze von 2 Prozent. Obwohl der Markt noch nicht unmittelbar mit einer Zinserhöhung rechnet, ist die Wahrscheinlichkeit für eine solche angestiegen.

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