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Nach dem Rekordhoch verliert der SMI an Schwung – starke Firmenzahlen stützen

Der Swiss Market Index (SMI) kletterte im Wochenverlauf auf ein Allzeithoch, bevor schwache Signale aus den USA und zunehmende geopolitische Spannungen im Nahen Osten die Rekordjagd bremsten.

Von pd
aktualisiert vor 7 Stunden

Die zunächst positive Entwicklung wurde von starken Unternehmenszahlen initiiert, etwa der UBS. Und die Grossbank hat geliefert. Der Gewinn von 2.8 Milliarden US-Dollar übertraf die Erwartungen der Analysten. Dank einem erfreulichen Wachstum der Nettoneugelder und einer erfolgreich verlaufenden Integration der Credit Suisse profitieren Anlegerinnen und Anleger von einem neuen Aktienrückkaufprogramm von 3 Milliarden Dollar bis Mitte 2027. 

Positive Signale sendete auch der Bauzulieferer Sika. Dass der Aktienkurs nach Veröffentlichung der Halbjahreszahlen fast 9% zugelegt hat, liegt daran, dass die Erwartungen der Analysten übertroffen wurden, sich das Geschäft im zweiten Quartal gegenüber dem ersten beschleunigte und die Umsatzprognose für das Gesamtjahr angehoben wurde. Getrübt wird das Bild nach wie vor von einem schwachen Geschäft in China. Ebenfalls über den Erwartungen der Analysten lagen die Ergebnisse des Ende Juni abgelaufenen ersten Quartals des Geschäftsjahres 2026/27 beim Computerzubehörhersteller Logitech.

 Der Ausblick hat sich wegen der zeitweiligen Schliessung eines Halbleiterzulieferers jedoch eingetrübt. Im wichtigen Weihnachtsquartal rechnet das Unternehmen mit Umsatzeinbussen von bis zu 200 Millionen Dollar. Die Aktien kamen entsprechend unter Druck. 

Inflation soll auf zwei Prozent sinken

Dagegen verbuchte der Halbleiterzulieferer Inficon ein gutes zweites Quartal, übertraf die Erwartungen der Analysten und hat die Prognosen für das Gesamtjahr angehoben. Der Industriekonzern Sulzer hat zum Halbjahr einen gemischten Zahlenkranz vorgelegt. Dennoch vermochte er, bei einem rückläufigen Umsatz und Auftragseingang die Marge zu steigern. 

Die Börse hat das mit einem Plus von 7.6% honoriert und setzt auf eine Erholung im zweiten Halbjahr. Die amerikanischen Währungshüter halten vorerst an ihrer Geldpolitik fest. Das war zwar erwartet worden, allerdings waren sich Ökonomen im Vorfeld schon lange nicht mehr so uneinig wie dieses Mal. Ein Zustand, an den sich die Märkte gewöhnen müssen, denn unter dem neuen Fed-Chef Kevin Warsh soll es keine Prognosen mehr geben. Vorerst scheint das oberste Ziel der Notenbank aber Preisstabilität zu sein.

Die Inflation soll auf 2% sinken – das deutet auf eine anhaltend restriktive Geldpolitik hin. Die jüngsten Konjunkturumfragen des deutschen Ifo-Instituts haben sich im Juli aufgehellt. Dennoch besteht Grund für eine gewisse Zurückhaltung, denn der Wert liegt immer noch unter dem langfristigen Durchschnitt. Die Umfrage zeigt zudem, dass sich die Einschätzung der aktuellen Lage verschlechterte, während sich die Erwartungen für die künftige Entwicklung verbesserten.

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