Eishockey vor 1 Stunde

SCR besiegt Argovia 5:3 und sichert sich definitiv das Heimrecht

Der SC Rheintal empfing am Dienstag die Argovia Stars, mit denen sie in dieser Saison schon zweimal Mühe hatten, sie aber auch zweimal besiegten. Das dritte Direktduell war ähnlich, diesmal gewannen die Rheintaler aber mit zwei Toren Unterschied.

Von Remo Zollinger
aktualisiert vor 1 Stunde

Drei Tage nach der 4:5-Niederlage nach Penaltyschiessen in Grüsch, empfing der SC Rheintal am Dienstagabend die Argovia Stars. Diese liegen in der Rangliste weit hinter den Rheintalern – die Resultate von 1:0 und 2:1 gegen die Aargauer zeigten aber schon im Vorfeld, dass das Spiel nicht auf die leichte Schulter zu nehmen war.

Das erwartet zähe Spiel war es dann aber vorweg nicht. Vor für den SCR eher spärlicher Kulisse hielten sich die Gäste vornehm zurück, selbst ein frühes Powerplay für Argovia brachte keinen Erfolg. Derweil hatten die Rheintaler einige gute Chancen. Noah Zerlauth wurde im letzten Moment gebremst, auch Jordan Pfennich scheiterte. Danach musste die SCR-Abwehr erstmals mit vereinten Kräften retten, es gelang ihr. Zur Mitte des Drittels folgte dann ein Doppelschlag: Erst traf Mica Moosmann zum 1:0 und nur sehr kurz später erzielte Sandro Stoop das 2:0. In der Folge war der SCR weiter überlegen, musste kurz vor der ersten Pause aber doch noch das Anschlusstor zum 2:1 hinnehmen.

Das zweite Drittel begann wie das erste: Mit einer frühen Strafe gegen die Rheintaler. Die Gäste profitierten diesmal von der Überzahl und erzielten mit Jérôme Stauffenegger das 2:2 – es war ein ansatzloser Abschluss des Aargauers in einer Situation, die nicht allzu gefährlich schien. Der SCR agierte indes zu passiv, gestand dem Gegner zu viel zu. Und dennoch gelang es ihm, wieder in Führung zu gehen: Silvan Good traf auf Assists von Florin Stutz und Jordan Pfennich. Die Luchse erzielten drei Tore und neun Spieler reihten sich in die Skorerliste ein. Das spricht für die Breite im Rheintaler Kader. Das zweite Drittel war sonst eher schwach; der SCR brachte die Führung zwar in die zweite Pause, brillierte dabei aber nicht.

Der SCR wankt, fällt aber nicht

Im dritten Drittel ereignete sich lange Zeit gar nichts, doch dann kamen Emotionen ins Spiel. Sandro Stoop, Janis Manser und der Aargauer Philemon Baumann mussten nach einer kleinen Keilerei auf die Strafbank und das Powerplay der Gäste traf zum zweiten Mal. Timo Metz erzielte in der 52. Minute das 3:3. Danach konnte auch der SCR in Überzahl spielen, traf aber erst 22 Sekunden nachdem die Strafe abgelaufen war – das 4:3 erzielte erneut Sandro Stoop auf Assists von Sandro Bartholet und Lukas Thurnherr. Das Spiel wurde nun doch so, wie es im Vorfeld erwartet worden war: Zäh. Mit Gästen, die sich nicht geschlagen gaben – bis sie 26 Sekunden vor Schluss das fünfte Gegentor kassierten. Mica Moosmann traf ins leere Tor zum 5:3 und sicherte den Rheintalern damit die drei Punkte.

Weiter geht’s für den SCR mit einem Heimspiel gegen Wil. Dieses findet am Samstag zur ungewöhnlichen Zeit von 20 Uhr statt, weil der Zubicup des Eislaufvereins Mittelrheintal die Halle bis 19 Uhr beansprucht. Am Mittwoch, 4. Februar, folgt mit dem Auswärtsspiel in Burgdorf die letzte Partie der Masterround. Nach diesem wird bekannt sein, auf wen der SC Rheintal im Playoffviertelfinal (ab Samstag, 7. Februar) trifft.

1. Liga Ost, Masterround
Rheintal – Argovia 5:3 (2:1, 1:1, 2:1)
KEB Aegeten – 324 Zuschauer – SR: Gamper; König, Berri.
Tore:
10. Moosmann (Pilgram, Hagen) 1:0, 11. Stoop (Bartholet, Thurnherr) 2:0, 18. Merz (Ruchti) 2:1, 24. Stauffenegger (Ruchti) 2:2, 27. Good (Stutz, Pfennich) 3:2, 52. Merz (Stauffenegger, Krähenbühl) 3:3, 57. Stoop (Bartholet, Thurnherr) 4:3, 60. Moosmann 5:3.
Strafen: Rheintal 5x2, Argovia 2x2 Minuten.
Rheintal:
Metzler (Sauter); Binder, Wiederkehr, Pfennich, Good, Stutz; Hagen, Pilgram, Zerlauth, Bodemann, Moosmann; Thurnherr, Manser, Wiedner, Bartholet, Stoop; Bernard, Baur.

Weiteres Ergebnis:
Prättigau-H. – Bellinzona 2:0.
Rangliste:
1. Wil 2/56, 2. Rheintal 3/45, 3. Prättigau-H. 3/44, 4. Burgdorf 2/42, 5. Bellinzona 3/37, 6. Argovia 3/32.

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