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Wechsel in der Chefetage: Stadler Rail ernennt Philipp Brunner zum Nachfolger von Markus Bernsteiner

Philipp Brunner übernimmt per 1. Januar 2027 die operative Führung des Schienenfahrzeugherstellers Stadler. Der 42-Jährige folgt als Group CEO auf Markus Bernsteiner, der auch das Werk St. Margrethen leitete, und der sich nach 27 Jahren bei Stadler künftig auf Verwaltungsratsmandate konzentrieren will.

Von pd/red
aktualisiert vor 52 Minuten

Brunner arbeitet seit 2010 für Stadler und gehört seit 2021 der Konzernleitung an. Derzeit führt er die Division Zentraleuropa sowie seit Januar 2026 ad interim die Division Deutschland. Zuvor war er unter anderem für Stadler in Indien, Algerien und Belarus tätig. In Minsk baute er das Werk mit auf und führte den Standort ab 2016 als CEO.

Brunner studierte Betriebswirtschaft an der Universität St. Gallen und absolvierte einen MBA an der ETH Zürich. Verwaltungsratspräsident Peter Spuhler hatte ihn 2010 für Stadler eingestellt. «Ich freue mich sehr auf diese neue Aufgabe als Group CEO», wird Brunner in der Mitteilung des Unternehmens zitiert. Stadler sei für ihn «eine Herzensangelegenheit».

Markus Bernsteiner leitete Werk im Rheintal

Der bisherige Group CEO Markus Bernsteiner kam 1999 zu Stadler als Maschinenmechaniker und wurde Betriebstechniker HF. Danach bildete er sich an der Universität St. Gallen weiter.

Wechsel in der Chefetage: Stadler Rail ernennt Philipp Brunner zum Nachfolger von Markus Bernsteiner

Er kennt die Werkhalle so gut wie die Chefetage. Von 2006 bis 2011 führte er als CEO die Stadler Bussnang AG. Später leitete er die Division Schweiz und die Werke in Bussnang und St. Margrethen. Markus Bernsteiner amtete zudem als stellvertretender Group CEO. 2023 übernahm er die operative Führung der Stadler-Gruppe.

In seine Amtszeit fielen herausfordernde Phasen, unter anderem die Folgen der Pandemie, unterbrochene Lieferketten sowie die Überschwemmungen von 2024. Zusammen mit der Konzernleitung und den Mitarbeitenden hat Markus Bernsteiner das Fundament für höhere Profitabilität gelegt. Im ersten Halbjahr 2026 stieg der Umsatz laut Stadler um 40 Prozent auf 2,0 Milliarden Franken. Für das Gesamtjahr erwartet das Unternehmen erstmals einen Umsatz von deutlich über 5 Milliarden Franken.

Der 60-jährige Bernsteiner will sich künftig strategischen Aufgaben in Verwaltungsräten widmen. «Stadler wird immer ein Teil von mir sein. Nun möchte ich meine operative Erfahrung als Verwaltungsrat in anderen Unternehmen weitergeben», sagt er.

Wer Brunner an der Spitze der Divisionen Zentraleuropa und Deutschland nachfolgt, ist noch offen. Laut Stadler ist die Nachfolgeplanung weit fortgeschritten. Die neuen Divisionsleiter sollen zu einem späteren Zeitpunkt bekannt gegeben werden.