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Stadler investiert 40 Millionen Franken und schafft 80 neue Arbeitsplätze

Der Zugbauer Stadler baut in Weinfelden ein neues Inbetriebsetzungszentrum. Am Dienstag fand der Spatenstich für das 40 Millionen Franken teure Projekt statt. Ab 2028 sollen dort neue Schienenfahrzeuge getestet werden.

Von pd
aktualisiert vor 1 Stunde

Der Zugbauer Stadler erweitert seine Kapazitäten in der Ostschweiz. In Weinfelden entsteht ein neues Inbetriebsetzungszentrum, in dem künftig Schienenfahrzeuge geprüft und für ihren Einsatz vorbereitet werden. Mit dem symbolischen Spatenstich am Dienstag, 3. November, haben die Bauarbeiten offiziell begonnen.

Rund 40 Millionen Franken investiert das Unternehmen in den neuen Standort. Gleichzeitig entstehen rund 80 zusätzliche Arbeitsplätze, hauptsächlich in der Inbetriebsetzung. Gesucht werden insbesondere spezialisierte Elektrikerinnen und Elektriker sowie Automatikerinnen und Automatiker.

Grund für den Ausbau ist die gestiegene Produktivität der Schweizer Stadler-Werke. Das bestehende Inbetriebsetzungszentrum in Erlen stösst zunehmend an seine Kapazitätsgrenzen. Da sich der Standort nur beschränkt erweitern lässt, hat sich das Unternehmen für einen zusätzlichen Neubau in Weinfelden entschieden. Dieser liegt in der Nähe des Hauptsitzes in Bussnang.

«Dass wir ein zusätzliches Inbetriebsetzungszentrum brauchen, zeigt, wie positiv sich unsere Schweizer Standorte entwickelt haben», sagt Lucius Gerig, Divisionsleiter Schweiz von Stadler. Besonders freue ihn, dass mit der Investition rund 80 neue Arbeitsplätze in der Region entstehen.

Neue Halle mit vier Gleisen

Das geplante Inbetriebsetzungszentrum umfasst eine rund 210 Meter lange, 35 Meter breite und 16 Meter hohe Halle. Darin werden vier Gleise untergebracht. Hinzu kommt ein Aussengleis. Ergänzt wird die Anlage durch Büros, Besprechungs- und Aufenthaltsräume sowie Werk- und Lagerflächen für die Fertigstellung und das Lackierteam.

Stadler investiert 40 Millionen Franken und schafft 80 neue Arbeitsplätze

 

Nördlich der Halle entstehen zudem elektrifizierte Testgleise mit einer Gesamtlänge von 750 Metern. Auf diesen können die neu gebauten Züge erstmals fahren und auf ihre Funktionstüchtigkeit geprüft werden. Die Tests sind eine Voraussetzung, bevor die Fahrzeuge später auf dem öffentlichen Schienennetz erprobt werden können.

Stadt ermöglichte Bau der Testgleise

Eine wichtige Rolle bei der Umsetzung des Projekts spielte die Stadt Weinfelden. Sie verkaufte Stadler das benötigte Land für die Testgleisanlage.

Stadtpräsident Simon Wolfer betonte beim Spatenstich die wirtschaftliche Bedeutung des Unternehmens: «Wir anerkennen die Bedeutung von Stadler hinsichtlich der Wertschöpfung im Mittelthurgau und darüber hinaus.» Er freue sich, dass die Stadt mit dem Landverkauf den Weg für das Bauprojekt habe ebnen können.

Neben Vertretern von Stadler und der Stadt Weinfelden nahm auch das Architekturteam der MP Architektur AG am Spatenstich teil.

Die Inbetriebnahme des neuen Zentrums ist für das erste Halbjahr 2028 vorgesehen. Damit erweitert Stadler seine Möglichkeiten, neue Schienenfahrzeuge in der Ostschweiz zu testen und für den späteren Einsatz vorzubereiten.