Das ist ein Ort für Menschen, die gerne tüfteln, gestalten, reparieren und gemeinsam Neues entstehen lassen. Mit einer kurzen Einführung erklärte uns der Zentrumsleiter, wie aus einer Idee Schritt für Schritt ein lebendiger «Macherort» entstanden ist. Bei der anschliessenden Führung durch die verschiedenen Werkstattbereiche zeigte sich schnell, weshalb der Werkpark für das Team Flickstuba besonders spannend ist. In der ehemaligen Textilfabrik treffen heute klassische Werkstattarbeit und moderne Technologien aufeinander: CNC-Fräsen, 3D-Drucker, Lasercutter, Elektronik- und Reparaturbereiche gehören ebenso dazu wie Arbeits-, Begegnungs- und Schulungsräume. Mindestens genauso beeindruckend wie die technische Ausstattung ist aber die Idee dahinter: Menschen mit unterschiedlichen Fähigkeiten, Berufen und Altersstufen kommen zusammen, teilen ihr Wissen, setzen gemeinsam Projekte um und generieren so ein Bild für ein GenerationenWerk. Der Besuch in Gais war deshalb für das Flickstuba-Team weit mehr als ein gemütlicher Vereinsausflug.
Der Werkpark ist ein Ort, an dem Jugendliche von erfahrenen Berufsleuten lernen, und genauso umgekehrt. Wo repariert, entwickelt, ausprobiert, gebaut, programmiert, gestaltet und voneinander gelernt wird. Viele dieser Gedanken könnten auch als Starthilfe für ein GenerationenWerk im Mittelrheintal dienen. Als Basis könnte sich die Flickstuba in Widnau eignen. Sie zeigt seit Jahren, dass Menschen bereit sind, durch ihr Wissen mit gemeinsam erarbeiteten Lösungen defekten Geräten und Gegenständen neues Leben zu schenken. Die Flickstuba ist damit weit mehr als ein Repair-Café: Sie ist gewissermassen ein «Proof of Concept» für ein zukünftiges GenerationenWerk.
Flickstuba auf Entdeckungsreise