Der FC Altstätten war mit einer 0:11-Niederlage gegen Seefeld in die Saison gestartet. Darauf reagierte er in Stäfa zwar, verlor aber doch mit 3:4. Am Sonntag gab es nun zum ersten Mal Punkte für die Städtli-Elf – damit kann sie mit der leidigen Startniederlage abschliessen. Gegen Schaffhausen II stand es zur Pause noch 0:0, dann entschieden die Altstätter das Spiel für sich. In der 53. Minute war es Thierry Langenegger, der mit einem wuchtigen Kopfball zum 1:0 traf. Wenig später veredelte Mehmet Sefa Gaye eine Vorarbeit von Egzon Shabani zum 2:0 – und wieder nur einige Minuten später erhöhte Sefa Gaye auf 3:0. Damit war das Spiel gelaufen.
Au-Berneck schlägt den Leader mit 5:1
Das überraschendste Resultat des Wochenendes ist der 5:1-Sieg des FC Au-Berneck gegen Bad Ragaz, das nach vier Spielen das Punktemaximum hatte. Die Verteidigung der Heidiländer musste in den bisherigen 360 Minuten erst zwei Gegentore einstecken. Das Team von Ralph Heeb und Didi Metzler brauchte dafür nur zwölf Minuten. Amir Dervisevic, der zurzeit ganz gross auftrumpft und bereits sechs Saisontore erzielte, buchte das 1:0 in der achten Minute. In Minute 20 doppelte der 27-jährige Goalgetter nach.
Die Entscheidung fiel mit dem 3:0 in der 70. Minute durch Orhan Ademi. Die Tägeren-Elf hatte aber noch nicht genug: Garret Eppler stellte zehn Minuten vor Schluss auf 4:0 und Danilo Hütter, der vor wenigen Wochen von Austria Lustenau zum Team stiess, auf 5:0. Bad Ragaz gelang kurz vor Schluss durch Djodjo Mbuni noch das Ehrentor.
Rüthi: Spätes Tor, noch späteres Gegentor
Der FC Rüthi reiste in die Bündner Hauptstadt zu Interregio-Absteiger Chur 97. «Die Partie war intensiv und auf gutem Zweitliganiveau», sagte Rüthis Tobias Geisser. Beide Teams neutralisierten sich weitgehend und liessen kaum Chancen zu. Kurz vor Schluss ging Rüthi durch eine starke Einzelaktion von Alessandro Kräuchi in Führung. Alles deutete auf einen Rüthner Sieg hin.
Doch in der dritten Minute der Nachspielzeit kamen die Bündner zu einem Freistoss, den der 23-jährige Fabio Barroso Alves unhaltbar für Joris Hallauer zum Ausgleich verwertete. «Aufgrund des ausgeglichenen Spielverlaufs ist das Unentschieden verdient», sagte Geisser und fügte an: «Aber natürlich ist es auch sehr bitter, so kurz vor Schluss noch ein Gegentor zu bekommen.» Rüthi darf mit dem Saisonstart sehr zufrieden sein. Die zweite Saison sei immer die schwierigste, heisst eine abgedroschene Fussballerweisheit. Auf Rüthi wird sie nicht zutreffen.
Munteres Toreschiessen im Puschlav
Rund 400 Kilometer betrug die Distanz, die der FC Montlingen am Samstag zum Auswärtsspiel unter die Räder nehmen musste. Auf dem Sportplatz Casai in Campascio wartete mit Valposchiavo Calcio ein unangenehmer Gegner. Bereits mit dem ersten Angriff gingen die Südbündner durch Eigengewächs Mattia Cathieni in Führung. FCM-Präsident Dominik Sieber sagte: «Es war wie immer gegen diesen Gegner ein schwieriges Spiel auf einem kleinen Platz.» Nach einem Treffer von Florian Haltiner ging es mit 1:1 in die Halbzeit.
«Die beste Phase hatten wir nach der Pause», sagte Sieber. Nurkan Ibrahimi erzielte kurz nach dem Tee die 2:1-Führung. «Danach hätten wir das 3:1 machen müssen, dann wäre es gelaufen gewesen», so Sieber. Valposchiavo glich in Minute 69 aus, aber Yavuz Selim Bal schoss Montlingen wenig später wieder in Führung. Doch keine 60 Sekunden danach glichen die Puschlaver durch Daniele Rossi wieder zum 3:3 aus. Sieber: «Es ist ein gerechtes Unentschieden.»
Rebstein kassiert spätes Ausgleichstor
Der FC Rebstein empfing mit Eschenbach ein Team, das bisher noch keine Punkte geholt hatte. Doch schon in der zweiten Minute gingen die Gäste in Führung. Rebstein liess sich dadurch nicht beirren und kämpfte weiter. Belohnt wurden die Grün-Weissen mit dem Ausgleich, den Rico Köppel in der 24. Minute per Penalty erzielte. Beim 1:1 blieb es bis zur Pause.
Nach dem Seitenwechsel dauerte es neun Minuten, bis der FCR in Führung ging: Björn Ergens führte einen Einwurf schnell aus und lancierte Alessandro Gottscher, der den Ball sehenswert zum 2:1 ins Tor lupfte. Danach waren die Rebsteiner besser, sie verpassten es aber, mit Vehemenz das dritte Tor zu suchen. Danach brach die Nachspielzeit an, in der Gottscher im Sechzehner penaltywürdig gefoult wurde, die Pfeife des Unparteiischen blieb aber stumm. Im Gegenzug, es lief die 93. Minute, glich Eschenbach durch Kaan Polat doch noch zum 2:2 aus. Für den FCR fühlt sich das 2:2 gegen das Schlusslicht an wie eine Niederlage.
Alle Rheintaler Zweitligisten holten Punkte