Mit einer 0:5-Niederlage im Cupspiel gegen Rorschach-Goldach ging Altstättens Saison am letzten Sonntag zu Ende. Es ist verständlich, dass Spielertrainer Egzon Shabani nach einem solchen Spiel nicht allzu gute Laune hat – den Blick auf das grosse Ganze hat der Routinier, der in seiner Karriere schon so viel erlebt hat, aber nicht verloren.
Und dieses sieht so aus: Dem FC Altstätten ist es zwar nicht gelungen, sich für die erste Hauptrunde des Schweizer Cups zu qualifizieren, er hat es allerdings einmal mehr geschafft, den Ligaerhalt zu erreichen. Das ist aller Ehren wert, denn es sah nicht zu jedem Zeitpunkt der abgelaufenen Saison danach aus. «Wir haben immer daran geglaubt. Die Mannschaft ist absolut intakt und wir gehen füreinander», sagt Shabani dann auch. Mit diesen Qualitäten gelang es, in der Endabrechnung um einen Hauch – genau drei Strafpunkte – vor Wil II zu bleiben.
«Aber ich bin irgendwie nicht glücklich oder stolz»
Während des Gesprächs fällt auf, dass Shabani nicht so zufrieden ist. «Klar, wir können den Haken unter diese Saison setzen, aber ich bin irgendwie nicht glücklich oder gar stolz. Dafür habe ich zu viel Wille und Ehrgeiz», sagt der 34-Jährige. Damit unterstellt er seiner Mannschaft natürlich nicht, diese Qualitäten nicht auch zu haben. Es ist ihm aber bewusst: «Von vornherein war klar, dass es um den Nichtabstieg geht. Das wird sich auch nicht so schnell ändern.»
Der FC Altstätten ist in einer etwas seltsamen Lage: Für die 2. Liga regional ist er zu stark, in der Interregio muss er aber, wie Shabani sagt, «immer 120 Prozent geben, um zu punkten.» So blieben ihm wenige Möglichkeiten für Experimente, etwa für den Einbau junger Spieler. «Vielleicht gelingt es uns ja, uns so aufzustellen, dass wir auch mal im Mittelfeld der Liga mithalten können», sagt der Spielertrainer, der selbst 17 Tore zum Ligaerhalt beigetragen hat.
Auch in diesem Jahr gelang ein starker Schlussspurt
In die Saison startete der FCA mit je einem Spiel im Schweizer Cup und im Interregio-Cup, ehe es so richtig losging. Nach vier Spielen hatte Altstätten noch keine Zähler, aber ein Torverhältnis von 3:17. Mit einem Sieg gegen Weesen gab es ein starkes Lebenszeichen, dann folgten aber wieder Niederlagen. Zur Winterpause lag der FCA unter dem Strich.
Und auch danach dauerte es lange, bis er es über die Trennlinie schaffte. Wie schon in der Saison zuvor war es der Schlussspurt, in dem Altstätten der Ligaerhalt gelang. In den letzten sieben Spielen holte die Städtli-Elf elf Punkte – es war die beste Phase der Saison.
«Das spricht schon für uns», sagt der Trainer. Er will nun gemeinsam mit seinen Trainerkollegen Thomas Koller und Mergim Osmani die Spieler und das Team weiterentwickeln. «Die Aufgabe von uns als Trio ist, die Spieler auf ein höheres Niveau zu bringen. Dann müssen wir vielleicht auch nicht mehr so zittern», so Shabani. Man merkt: Es gilt, diese Saison abzuhaken und an die nächste zu denken.
Altstätten erreicht erneut den Ligaerhalt, aber nicht mehr