Fussball 03.09.2023

Der FC Rebstein siegt im Staader Bützel überraschend klar

Der FC Rebstein gewinnt bei Staad mit 4:1. Die Entscheidung fiel in der ersten Hälfte, in der Rebstein dreimal traf. Gemessen an den Spielanteilen war Staad gegen Rebstein ausgeglichen – gemessen an den Chancen und vor allem den Toren aber nicht.

Von Remo Zollinger
aktualisiert am 03.09.2023

Die Gäste traten in der Offensive entschlossener auf und erzielten vier herrliche Tore. Das erste nach acht Minuten: Die Gastgeber griffen hoch an, was dem FCR Raum gab. In diesen Raum stiess Rechtsflügel Driton Osmani vor und flankte zur Mitte, wo Simon Schranz mit einem Volley mit links ins Kreuzeck das 1:0 schoss.

Staad liess sich nicht von seiner Philosophie abbringen und stand weiterhin hoch. Dies führte zur ersten Chance der Gastgeber: Der stets wacker arbeitende Slobodan Aksic nahm aus der Distanz Mass, der Ball strich um wenig daneben. Aksic hatte dann auch noch eine Freistossmöglichkeit, schoss aber drüber. Kurz danach verloren die Seebuben Offensivkraft: Stürmer Boris Zivaljevic musste das Feld verletzt verlassen.

Hirschbühl entscheidend, Steiger spektakulär

Die besseren Chancen hatten jedoch die Gäste – so etwa Philip Baumgartner, der Torhüter Sedin Garic ausdribbelte, seinen Abschluss aber von Iain Geisselhardt auf der Linie abgewehrt sah. Rebstein blieb dran und erhöhte kurz später auf 2:0. Johannes Hirschbühl köpfte eine Ecke von Kevin Steiger wuchtig über die Linie. Danach war die Reihe wieder an Staad, das mit Geisselhardt vehement einen Elfer reklamierte, der geforderte Penaltypfiffblieb jedoch aus.

Eine Minute vor der Pause fiel die Entscheidung. Alessandro Gottscher leitete einen Einwurf per Kopf auf Baumgartner weiter, der den Ball auf Steiger zurücklegte. Dieser erhöhte mit einem Schuss via Innenpfosten spektakulär auf 3:0.

Staad verkürzt, Rebstein mit einem Wermutstropfen

13 Minuten nach der Pause verkürzte Staad auf 1:3, Torschütze Andri Knellwolf profitierte dabei von der Vorarbeit Atilas. Beim Tor verletzte sich FCR-Torhüter Dominik Roth, er musste lange gepflegt werden und wird möglicherweise für längere Zeit ausfallen.

Sein Ersatz, der junge Janis Fehr, zeigte dann ein gutes Spiel. Besonders auszeichnen konnte er sich bei einem präzisen Kopfball des oft gefährlichen Atila, den er mit einem prompten ­Reflex parierte. Auch der ein­gewechselte und ebenfalls oft gefährliche Pascal Nussbaum scheiterte in der Nachspielzeit am jungen Schlussmann.

Vor diesen zwei Szenen fiel die definitive Entscheidung. Der FC Staad machte viel Druck, er konnte diesen jedoch nicht in Tore ummünzen. Auf der anderen Seite kam Rebstein, das nun Mühe mit den aufsässigen Seebuben hatte, zu einem Freistoss. Steiger trat diesen, ehe der Ball in der Mauer an eine Hand ging. Der Schiedsrichter zeigte auf den Penaltypunkt – und Valentino Tomasic hämmerte den Ball mit viel Risiko, aber ebenso viel Können ins obere Kreuzeck. Mit dem 4:1 in Minute 76 war die Messe gelesen.

Der FC Staad muss von einem Fehlstart sprechen

Im Bützel gab es nach dem Spiel einige Unzufriedenheit. Staad hat die ersten drei Spiele verloren und dabei elf Tore kassiert. Die Seebuben treten zwar offensiv auf und legen eine positive Grundeinstellung an den Tag, zu Punkten gereicht hat’s bisher jedoch nicht – und nun wartet mit Ruggell ein sehr starker nächster Gegner. Rebstein hat bereits sechs Punkte geholt.

3. Liga, Gruppe 2
Rüthi – Besa 0:7, St. Margrethen – Eschen II 2:4, Montlingen II – Rorschach-G. II 3:2, Staad – Rebstein 1:4, Buchs II – Ruggell 0:2, Gams – Diepoldsau-S. 0:0.
Rangliste (alle 3 Spiele): 1. Besa 9, 2. Ruggell 9, 3. Eschen II 7, 4. Diepoldsau-S. 7, 5. Rebstein 6, 6. Gams 4, 7. Montlingen II 4, 8. Rüthi 3, 9. Buchs II 3, 10. St.
Margrethen 0, 11. Rorschach-G. II 0, 12. Staad 0.

Staad – Rebstein 1:4 (0:3)
Tore: 8. Schranz 0:1, 37. Hirschbühl 0:2, 45. Steiger 0:3, 58. Knellwolf 1:3, 77. Tomasic (Penalty) 1:4.
Staad: Garic; Grab, Atila, Geisselhardt; Mattia Morgante, Knellwolf, Gervasi, Salvatore; Eppler; Aksic, Zivaljevic. Eingewechselt: Nussbaum, Dornbierer, Lovric, Cazorzi.
Rebstein: Roth; Fousseni, Haltiner, Hirschbühl, Kocabas; Tomasic, Gottscher, Schranz; Osmani, Steiger; Baumgartner. Eingewechselt: Fehr, Finger, Dursun, Murati, Cabezas.
Gelbe Karten: 17. Geisselhardt, 23. Atila, 30. Grab, 64. Cabezas.


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