Am Sonntag war alles angerichtet für ein grosses Fest: Der FC Montlingen reiste optimistisch, begleitet von sehr vielen Fans, zu Ruggell. Die Heimelf entschied das Spiel zu ihren Gunsten, gewann 2:1 und zog damit an den Montlingern vorbei. Die Aufstiegsfrage wird also im letzten Spiel beantwortet – eine wichtige Rolle nimmt dabei der FC Rüthi ein.
Dieser hat drei der letzten vier Auswärtsspiele verloren, zuletzt am Sonntag in Bad Ragaz. Dort stand es bereits zur Pause 4:0 für die Gastgeber. Rüthi fand nie ins Spiel und ging gnadenlos unter. Mit Gabriel Lüchinger und Flamur Bojaxhi fehlten aber auch zwei wichtige Spieler, während Trainer Granit Bojaxhi der einen oder anderen Ergänzungskraft Einsatzzeit ermöglichte. In der zweiten Hälfte gelang dem FCR dann noch das Ehrentor durch Sven Städler (76.), am Ende stand es 4:1 für die Kurörtler.
Und was hat Rüthi nun mit dem Aufstiegskampf zu tun? Es ist ganz einfach: Der FCR kann in der letzten Runde das bekannte Zünglein an der Waage spielen. Nach Montlingens Niederlage hat Ruggell zwei Punkte mehr als die Kolbensteiner. Und Ruggell muss am Sonntag, 16 Uhr, in Rüthi antreten. Die heimstarken Rüthner – in dieser Saison verloren sie auf dem Rheinblick nur gegen Montlingen – könnten ihren Nachbarn zum Aufstieg verhelfen. Besiegen sie Ruggell und Montlingen gewinnt gleichzeitig gegen Vaduz II, sind die Rot-Weissen doch noch oben. Ein Remis in Rüthi wird aufgrund der Strafpunkte jedoch schon nicht mehr reichen.
Neben Montlingen und Rüthi verlor auch der dritte Rheintaler Zweitligist am Sonntag. Der FC Au-Berneck spielte in Schaan und wollte in der Tabelle noch einen Schritt nach vorn machen. Dies misslang aber auch, weil er nach 30 Minuten 0:2 hinten lag. Garret Eppler und Yannick Mannhart glichen das Spiel mit einem Doppelschlag vor der Pause zwar wieder aus, doch auf das dritte Gegentor in der 68. Minute fanden die Mittelrheintaler keine Antwort mehr. Au-Berneck empfängt am nächsten Sonntag Abtwil-Engelburg. Noch besteht die Chance, die Saison nicht auf dem elften Rang und damit nur direkt über dem Strich abzuschliessen.
Ein Erfolgserlebnis feierte der FC Diepoldsau-Schmitter. Er gewann ein abwechslungsreiches Spiel beim KF Labinoti mit 4:3. In der zehnten Minute lag der FCD nach einem Eigentor hinten, dann trafen Ogün Hot und Mario Jelusic für die Rheininsler. Es folgte der Ausgleich und das 3:2-Führungstor, erneut durch Ogün Hot. Nach dem 4:2 von Conrad Elbrecht war die Partie entschieden, auch wenn Labinoti nochmals ein Tor erzielte. Der FCD bleibt damit auf Rang vier – und darf von einem guten 2026 berichten. Nachdem er vor der Winterpause nur 14 Punkte hatte, holte er in diesem Jahr schon 18. Es bleibt noch ein Heimspiel gegen den FC Rotmonten, der direkt vor Diepoldsau liegt.
Keine Siege in der 2. Liga, aber Diepoldsau gewinnt erneut