Orientierungslauf vor 7 Stunden

Monika Ammann holt Gold, Mario Ammann Silber

Beim OL-Meisterschaftswochenende im Neuenburger Jura wurde Monika Ammann mit der Staffel Erste, Mario Ammann über die Mitteldistanz Zweiter. Für beide sind diese Erfolge Meilensteine der Saison.

Von ma
aktualisiert vor 7 Stunden

An der Schweizer Meisterschaft im Staffel-OL kehrte Monika Ammann in der Schweiz auf die Siegerstrasse zurück. Sie landete in La Côte-aux-Fées, unmittelbar an der französischen Grenze, mit der Vereinsstaffel der OL-Gruppe St.Gallen/Appenzell einen souveränen Sieg. Es war praktisch ein Start-Ziel-Erfolg.

Monika Ammann lief die mittlere der drei Strecken. Ihre Vorläuferin war von der Startstrecke als Zweite mit 29 Sekunden Rückstand zur Wechselzone zurückgekehrt. Dahinter klaffte eine Lücke von rund einer Minute. Monika Ammann holte die Spitzenläuferin aber beim zweiten von zwölf Posten ein. Bei einem Staffel-OL eher zufällig hatten die beiden dann die gleichen Posten. Um das Nachlaufen ohne Kartenlesen zu verhindern, können die Posten variieren und auf einzelne Strecken verteilt werden. Am Ende besteht die Aufgabe des Trios aber aus den exakt gleichen Teilstrecken.

Ammann und ihre Konkurrentin wählten immer dieselbe Route und kamen im rauen Gelände schnell vorwärts. Erst am Schluss setzte sich die Heerbrügglerin um einige Sekunden ab. Ammann erzielte die schnellste Streckenzeit und schickte die dritte Läuferin mit acht Sekunden Vorsprung auf die Schlussstrecke. Diese war dort die deutlich schnellste Frau. Rangverschiebungen auf den Strecken zwei und drei führten dazu, dass das siegreiche Trio letztlich mit fast zwölf Minuten Vorsprung gewann. Den letzten Triumph in dieser Zusammensetzung feierte Monika Ammann vor 13 Jahren. 2018 hatte sie mit zwei anderen Läuferinnen letztmals Staffel-Gold gewonnen.

Während Monika Ammann bei der Mitteldistanz-Meisterschaft vom Samstag wie am Wochenende zuvor in Rheinfelden nicht zufrieden sein konnte, zeigte Mario Ammann dort wieder eine starke Leistung. Das Gelände war an beiden Tagen technisch sehr anspruchsvoll. Nur schnell zu laufen, genügte nicht. Ein grösserer Zeitverlust beim dritten Posten liess seine Siegeschancen schwinden. Weil der Rest aber doch mehrheitlich gut gelang und kaum jemand die Strecke optimal bewältigen konnte, belegte er eine Woche nach dem Sieg an der Langdistanz-SM mit dem famosen zweiten Platz über die Mitteldistanz wieder eine Top-Rangierung. Bei der Entscheidung um die Medaillen im Staffel-OL vom Sonntag konnte sein Trio allerdings nicht mitreden.