Fussball vor 46 Minuten

Alles zum Start in die neue Saison im Regionalfussball

Der Ball rollt wieder: In der Saison 2026/27 verteilen sich die Rheintaler Fanionteams auf sämtliche Spielklassen zwischen der 1. und der 5. Liga. Wir zeigen, wer mit welchen Vorzeichen in die Spielzeit startet.

Von red
aktualisiert vor 45 Minuten

Vor einem Jahr startete Rüthi in seine erste Zweitliga-Saison seit langer Zeit. Der Aufsteiger war nicht mit allzu viel Kredit gestartet, wenngleich er sich auf dem Transfermarkt ganz geschickt verstärkt hatte. Wir tippten den FCR auf Rang zehn, geworden ist es dann aber ein hervorragender fünfter Rang.

Rüthi steht damit sinnbildlich für die ausgezeichnete Arbeit, die 2025/26 auf Rheintaler Fussballplätzen geleistet wurde. Widnau hielt sich in der 1. Liga, Altstätten in der Interregio. Montlingen stieg beinahe auf, Rüthi überraschte und Au-Berneck erreichte das Minimalziel – genauso wie Diepoldsau in der 3. Liga, aus der Rebstein in die 2. Liga aufstieg. Staad stieg derweil auf Kosten Rheinecks in die 3. Liga auf, Heiden hielt sich in der 4. Liga.

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FC Widnau
FC Altstätten
FC Montlingen
FC Rüthi
FC Au-Berneck
FC Rebstein
Frauen: Fünf erste Mannschaften
FC Diepoldsau-Schmitter
FC Staad
FC Rheineck
FC Heiden
FC St.Margrethen

Dies gehört nun aber der Vergangenheit an. An diesem Wochenende starten die Rheintaler Fanionteams in die neue Saison – mit zwei Ausnahmen. Widnau ist schon gestartet, Rebstein wird dies wegen des Cupspiels gegen die Profis aus Wil erst später tun. Wenn der Ball wieder rollt, zeigt sich der Fussball in all seinen Facetten. Es wird auch im nächsten Jahr Bestätigungen geben, aber auch Überraschungen und sicher auch Enttäuschungen.

In zwölf Artikeln zeigen wir, welcher Verein sich wie verändert hat, welche Spieler welche Mannschaften verstärken und wo es neue Trainer gibt. Wir stellen alle Teams aus Rheintal und Vorderland vor – egal, ob sie in der 1. Liga spielen oder in der 5. Liga. Denn: Auch bei uns ist die Vorfreude auf die neue Saison riesig. Und jetzt geht's definitiv los.

Tippanalyse: Wir haben die Aufstiege verpasst

Aufmerksame Leserinnen und Leser merken: Der Titel dieser Analyse ist fast gleich wie 2025, da hiess er «Aufstiege nicht kommen sehen». Sonst lagen wir aber nicht weit daneben.

So haben wir getippt, so ist es herausgekommen (auf das Bild klicken!).
So haben wir getippt, so ist es herausgekommen (auf das Bild klicken!).

Vor einem Jahr stiegen Widnau und Rüthi um eine Liga auf, in diesem Sommer waren es der FC Rebstein und der FC Staad. Vorhergesehen haben wir von diesen Aufstiegen keinen. Trauen wir den Rheintaler Mannschaften etwa keinen Erfolg zu? Die Antwort ist: Nein. Aber sie haben uns überrascht. Genauso wie der FC Rüthi, bei dessen Tipp wir am deutlichsten daneben lagen. Bei den anderen Teams bestand jedoch keine allzu grosse Abweichung – bei vielen liegen wir gar nur um einen Rang daneben.

Zeit also, sich wieder auf die Äste hinaus zu begeben und die nächste Saison zu tippen. Und: Diesmal ist in den Tipps mehr Zunder drin. Wir empfehlen deshalb, das Kaffeesatzlesen nicht allzu ernst zu nehmen.

Widnau wird im zweiten Erstligajahr den Ligaerhalt wieder schaffen. Die Abgänge von drei Clublegenden kosten zwar Substanz, das Team hat sich aber ausgezeichnet verstärkt. Es reicht aber nicht zu mehr als Platz 14. Erneut auf den zehnten Rang tippen wir den FC Altstätten. Er hat interessante Spieler geholt und einen Trainerwechsel hinter sich, der idyllischer kaum hätte verlaufen können.

In der 2. Liga wird es einen Rheintaler Gruppensieger geben: den FC Rüthi. Seine Vereinsexponenten sprechen zwar von einem Übergangsjahr, das Kader spricht jedoch eine andere Sprache. Zumal Fast-Aufsteiger Montlingen auf seinen Torgaranten Volkan Akyildiz verzichten muss, was doch stark ins Gewicht fällt. Die Mannschaft von Adi Brunner beendet die Saison dennoch auf dem Podest – auf Rang drei. Auf den siebten Rang arbeitet sich der FC Au-Berneck vor. Es wird Ralph Heeb gelingen, mit vielen grossen Charakteren zurechtzukommen, die Leistung wird besser und konstanter. Für weiter oben reicht es aber nicht – noch nicht. Rebstein will sich in der 2. Liga halten, wird dafür aber hart kämpfen müssen. Dennoch glauben wir, dass es die im letzten Moment noch verstärkten Grün-Weissen irgendwie schaffen, drei Mannschaften hinter sich zu lassen und die Saison auf Rang elf zu beenden.

In der 3. Liga erkämpft sich Diepoldsau-Schmitter als Dritter hinter Herisau und Ems einen Platz auf dem Podest. Den siebten Rang trauen wir Staad zu. In der 4. Liga landet Rheineck nur auf Platz zwei – hinter Altstätten II, das mehr Möglichkeiten hat als die Unterrheintaler. Heiden bleibt auf Platz sieben, muss aber nicht bis zum Schluss um den Ligaerhalt bangen. Und St. Margrethen? Es ist sehr schwierig, eine 5. Liga einzuschätzen. Also legen wir uns einfach mal auf Platz drei fest.